Das Schweizerische Nationalmuseum verfügt über die umfassendste Sammlung historischer Schweizer Trachten aus dem 19. Jahrhundert. Die Ausstellung zeigt eine Auswahl davon in einer einzigartigen Szenografie und neuem Kontext. Sie widmet sich der Frage, inwiefern sich heute Textildesignerinnen und Designer für die Tracht interessieren und traditionelles Kunsthandwerk als Inspirationsquelle für ihre eigenen Schöpfungen reflektieren und nutzen.
Die Landi-Trachtenpuppen von 1939, ausgeführt in Brienzer Schnitzerei, treten mit den wunderlich-realistischen Porträts des Trachtenzyklus Joseph Reinharts und den fein beobachtenden Zeichnungen Ludwig Vogels in einen spannenden Dialog. Fotografien, Chromofotogravuren und Ansichtskarten des Fin de siècle veranschaulichen die steigende Beliebtheit des Trachtenmotivs als Kartenserie «Costumes Suisses».